Hi Daniel,
du hast schon recht, eine Einspritzung ist besser als keine. Ein geregelter Kat wäre dann auch möglich. Und der 160er sieht wirklich knackiger aus als ein 130er. Und mit zwei Bremscheiben vorne wär der Anblick netter... u.s.w. ...
Aber was soll denn derjenige dann kaufen, der das konkurenzlos günstige Bike sucht, an dem man alles noch selber machen kann, und bei dem alle Verschleiß- und Ersatzteile nur die Hälfte kosten? Und das trotzdem noch viel Fahrspaß bietet? Und das auch noch super Verbrauchswerte hat, auch ohne High-Tech-Motor? Und eine super Qualität mit langer Lebensdauer?
Mit diesen Eigenschaften steht die CB500 doch ziemlich allein da. Es ist überhaupt keine Kunst, tolle Maschinen hinzustellen, wenn die Kosten keine Rolle spielen. Die CB500 bietet da für mich viel mehr. Da braucht man doch keine dicken Schluppen, um sich zu verstellen! An größeren und teureren Maschinen gibt es viel mehr Auswahl, du brauchst nur zuzugreifen... ;-)
Meinetwegen hätte Honda auf einige "Verbesserungen" gerne verzichten können. Das Zentralfederbein z.B. kostet garantiert das Staufach. Außerdem musste die Schwinge steifer werden, weil sie nicht mehr so nah am Rad abgestützt wird. In der Pressemitteilung wird das natürlich als großer Vorteil verkauft. (Vor einem Jahr wurde erst die CB1300 vorgestellt, mit herkömmlichem Fahrwerk.) Das elektronische Cockpit ist zwangsläufig anfälliger als ein herkömmliches. Die dickeren Reifen kosten jedes Jahr eine Extrasumme.
Trotzdem finde ich die Maschine gut. Ohne Kat geht's einfach nicht mehr. Und ABS in dieser Klasse anzubieten, ist vorbildlich. Und wenn es wirklich gelungen ist, spürbar mehr Drehmoment im unteren Drehzahlbereich zu entlocken, wäre das auch eine gute Sache. Jetzt kommt es auf die Preise an.
Das Design des Hecks ist übrigens wirklich sehr gelungen.
Grüße
Rainer - der sich wieder nicht kurzfassen kann